EVER GIVEN blockiert Suezkanal

Startbericht

Nachdem das Containerschiff EVER GIVEN [IMO:9811000] im Suezkanal auf Grund gelaufen war, geht auf der Wasserstraße nichts mehr. Das Schiff liegt fast quer zur Fahrrinne, so dass kein Schiff die Unfallstelle passieren kann. Das EVERGREEN Schiff steckt mit dem Bug auf der Ostseite des Kanals fest und mit dem Heck am gegenüberliegenden Ufer. Zur Ursache gibt es noch keine Angaben. Wie die Kanalverwaltung SCA mitgeteilt hat, hat ein Sandsturm die Sicht des Kapitäns beeinträchtigt. Zudem gilt eine unerwartete starke Windböe als möglicher Grund für die Havarie. Das Schiff war auf dem Weg von China nach Rotterdam.

AKTUELL !!!

02.04.2021: Die EVER GIVEN wird weiterhin von der Kanalbehörde festgehalten. Es geht um die Bergungskosten und die ausgebliebenen Einnahmen für den Kanalbetreiber.


01.04.2021: Die EVER GIVEN verweilt zurzeit noch am Suezkanal. Die Weiterfahrt wurde anscheinend noch nicht genehmigt.


30.03.2021 7:25 Uhr: Inzwischen haben etwa 100 Schiffe den Kanal wieder passiert. 4-5 Tage wird es voraussichtlich dauern bis der Stau abgebaut werden kann. Die EVER GIVEN muss allerdings noch warten, bis die Unfallursache geklärt ist und das Schiff abschließend begutachtet wurde.

29.03.2021 15:43 Uhr: Laut n-tv wurde der Schiffsverkehr im Suezkanal wieder aufgenommen.

29.03.2021 15:26 Uhr: Die EVER GIVEN steht mit 3,1kn im AIS und sollte somit wieder fahren. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus!

29.03.2021 15:00 Uhr: Laut AIS ist die EVER GIVEN jetzt auch vorne freigeschleppt und somit wieder komplett schwimmen.

29.03.2021 5:55 Uhr: Die EVER GIVEN wurde freigeschleppt und schwimmt wieder – wenigstens zu 80%. Nun wird das Schiff gesichert und dann wahrscheinlich komplett freigeschleppt.

Screenshots: vesselfinder.com

28.03.2021 – 21.37 Uhr: Die ALP GUARD ist an der Unfallstelle angekommen.

28.03.2021 – 21.00 Uhr: Der Hochseeschlepper ALP GUARD ist am Suezkanal eingetroffen und wird in Kürze die EVER GIVEN erreichen.

28.03.2021 – 20.00 Uhr: Das Schiff hat sich etwas bewegt. Dadurch ist es jetzt jederzeit möglich, dass das Schiff aufschwimmen kann. Wann das passiert bleibt natürlich abzuwarten.

28.03.2021 – 11.00 Uhr: Die Bergung des havarierten Mega-Boxers “Ever Given” bekommt noch einmal Rückenwind: Sonntagfrüh sind zwei weitere Schlepper in Suez eingetroffen, wie das AIS zeigt. Die niederländische ALP GUARD und die italienische CARLO MAGNO sollten helfen, das Containerschiff freizuschleppen. Funktioniert das nicht soll abgeladen werden. Die ersten Schiffe waren bereits den Umwegung um Afrika herum.

27.03.2021 – 20.00 Uhr: Alle Bergungsversuche blieben bis jetzt erfolglos. Inzwischen ist der Stau am Suezkanal auf über 300 Schiffe angestiegen. Ein Bagger hat bis jetzt ca. 17000 Kubikmeter Sand weggespült.

26.03.2021 – 23.00 Uhr: Es müssen insgesamt 20000 Kubikmeter Sand abgetragen werden. Zwei zusätzliche Schlepper sollen bis Sonntag an der Unfallstelle eintreffen. Sonntag soll das Wasser im Kanal etwas höher als sonst sein. So könnte es der Tag für einen aussichtsreichen Bergungsversuch sein.

26.03.2021: Die Ägyptische Regierung geht davon aus, dass der Suezkanal in spätestens 3 Tagen wieder genutzt werden kann. Mit der Meinung steht sie gegenüber anderer Experten aber ziemlich alleine da. Allgemein wird ein Zeitraum von wenigen Tagen bis zu Wochen (wenn das Schiff noch entladen werden muss) angenommen.

25.03.2021 – 16.00 Uhr: Vor Ort ist laut tagesschau.de das niederländische Unternehmen Boskalis im Einsatz, das mit seiner Tochterfirma SMIT Salvage auf Bergungen dieser Art spezialisiert ist. Ein Sprecher der Firma konnte noch keine Auskunft geben, wann das Schiff geborgen sein wird.

25.03.2021 – 12.00 Uhr: Bis jetzt blieben alle Bergungsversuche erfolglos.

Daten zum Schiff

EVER GIVEN – 400m

[IMO:9811000]
Containerschiff (Container ship)
Baujahr: 2018 | DWT: 200000t | Breite: 59m | Tiefgang: 16,0m | Ladekapazität: 20388 TEU
Maschinenleistung: 59250 KW | Geschwindigkeit: 21 kn
Baureihe: Evergreen 20000-TEU-Typ

Der Schlepper ALP GUARD ist seit dem 28.03.2021 an der Bergung beteiligt.

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