Fotos-von-Schiffen.de

News: MSC Zoe verliert 281 auf stürmischer Nordsee

Das Containerschiff MSC ZOE verliert bei stürmischer See in der Nacht vom 1. auf den 2. Januar 2019 270 Container auf der Nordsee zwischen der niederländischen und deutschen Küste. Bei bis zu 8 Meter hohen Wellen war das Schiff ins Rollen geraten und ging zunächst auf Nordkurs, um das Schiff wieder zu stabilisieren. Auf der deutschen Seite war das Mehrzweckschiff NEUWERK, die Bojenleger GUSTAV MEYER und NORDEN im Einsatz, um Container aus der Nordsee zu bergen. Später wurde noch das Forschungsschiff WEGA in den EInsatz eingebunden, um gesunkene Container per Sonar zu orten. Die MSC ZOE ist inzwischen in Bremerhaven angekommen. Hier muss nun die teilweise zerstörte und verkeilte Ladung entfernt werden. Die Bergungsarbeiten für die überbordgegangenen Container läuft langsam an.

Am Einsatz beteiligte Schiffe

Pressemeldungen des Havariekommandos Cuxhaven:


Spezialschiff ATLANTIC TONJER im Einsatzgebiet
Seit gestern Abend befindet sich das vom Bergungsunternehmen eingesetzte Spezialschiff ATLANTIC TONJER im Bereich der Emsmündung und bei Borkum. Es soll sich einen Überblick verschaffen und, sofern es die Wetterbedingungen erlauben, Container heben. Derzeit herrschen im Seegebiet Windstärken von bis zu acht Beaufort und Wellenhöhen von bis zu 4m. Deshalb war bisher keine Bergung von Containern möglich.
An den Stränden sind nur noch vereinzelt Ladungsreste der MSC ZOE angetrieben. Im Bereich Krummhörn bei Emden haben gestern 200 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde und der Deichacht Krummhörn auf 20km rund 30m³ Strandgut eingesammelt. Zwei Mitarbeiter des Havariekommandos waren vor Ort, um die Maßnahmen mit zu koordinieren.

16.01.2018 | https://www.havariekommando.de

Schiffe setzen Suche im Seegebiet fort
Die Wetterbedingungen haben sich so weit verbessert, dass die Suche nach Containern mittels Sonar wieder möglich ist. Die NEUWERK und die ATAIR suchen das Seegebiet ab. Die PAAPSAND sucht das Emsgebiet ab. Dort sammelt die GUSTAV MEYER Treibgut. Die Suche mittels Sonar hat bisher etwa 140 Kontakte ergeben. Nun müssen diese Kontakte daraufhin untersucht werden, ob es Container der MSC ZOE oder andere Gegenstände sind.
Gestern wurden die Strände mit einem Hubschrauber abgeflogen. An der Festlandküste westlich von Norden befanden sich auf einer Länge von 6km Ladungsanlandungen, die heute von zehn Mitgliedern des Technischen Hilfswerks (THW) Norden eingesammelt wurden.

10.01.2018 | https://www.havariekommando.de

Containersuche wird wetterbedingt unterbrochen
Die Schiffe NEUWERK, MELLUM, GUSTAV MEYER, NORDEN, WEGA, BORKUM und PAAPSAND haben die Suche im Seegebiet heute fortgesetzt. Wegen des heranziehenden Sturmtiefs in der kommenden Nacht wird die Suche ab heute Abend unterbrochen. Die meisten per Sonar auf dem Meeresboden geortete Container in deutschen Gewässern befinden sich in etwa 20m Wassertiefe 12sm (gut 22km) nördlich von Borkum.
Um die Räumarbeiten auf Borkum zu unterstützen, wurden zwei geländegängige Kettenfahrzeuge auf die Insel gebracht.

07.01.2018 | https://www.havariekommando.de


23 m3 Ladungsreste auf Borkum eingesammelt
Auf Borkum haben rund 200 Einsatzkräfte bis heute Abend gut 23m3 Ladungsreste eingesammelt. Heute wurde der Strand auf Borkum auf 15km Länge von Plastik und Fahrradteilen geräumt. Damit sind die Strände zurzeit frei von Ladungsanlandungen. „Über die vielen Helfer gestern und heute auf der Insel habe ich mich besonders gefreut.“ sagt Hans-Werner Monsees, der Leiter des Havariekommandos.
Zwei Mitarbeiter des Havariekommandos sind seit heute auf der Insel, um die Einsatzmaßnahmen vor Ort mit zu koordinieren.

05.01.2018 | https://www.havariekommando.de

Bisher zehn Container in deutschen Gewässern gesichtet
Such- und Bergungsarbeiten werden morgen fortgesetzt
Bei der Suche nach verlorengegangenen Containern der MSC ZOE wurden in deutschen Gewässern bisher zehn Container gesichtet. Einer dieser Container konnte bereits gesichert werden und wird nun vom Bergungsunternehmen abgeholt.
Die anderen neun gesichteten Container waren vom Ölüberwachungsflugzeug Do 228 oder vom Bundespolizeihubschrauber aus sichtbar. Wenn ein Schiff die Position eines gefundenen Containers erreichte, war dieser bereits gesunken. Morgen wird das Spezialschiff WEGA vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Suche nach gesunkenen Containern aufnehmen.
Das Mehrzweckschiff NEUWERK ist als On Scene Coordinator im Einsatzgebiet und unterstützt zusammen mit dem Tonnenleger GUSTAV MEYER und dem Tonnenleger NORDEN ab Tagesanbruch wieder die Such- und Bergungsarbeiten.
Am Freitagmorgen werden die Strände von Borkum, Juist und Norderney erneut auf mögliche Containeranlandungen abgesucht. Bisher wurden an der deutschen Nordseeküste keine Container der MSC ZOE angespült.
Die Hafenbehörde Bremerhaven koordiniert die Arbeiten im Hafen, wo die MSZ ZOE in der Nacht zum 3.1. festgemacht hat.

03.01.2018 | https://www.havariekommando.de

Treibende Container und Ladung gesichtet
Anzahl der über Bord gegangenen Container von Reederei auf über 250 korrigiert
Zusätzlich zum Ölüberwachungsflugzeug Do 228 überfliegt ein Hubschrauber der Bundespolizei
das Einsatzgebiet nordwestlich von Borkum und sucht nach Containern und treibender Ladung. Das Mehrzweckschiff NEUWERK und der Tonnenleger GUSTAV MEYER befinden sich im Einsatzgebiet.
Einige der von Bord der MSC ZOE gefallenen Container wurden gesichtet, davon sechs in deutschen Gewässern. Das Havariekommando arbeitet eng mit der niederländischen Küstenwache zusammen. Laut niederländischer Küstenwache wurden an der niederländischen Küste bereits zehn Container an Land gespült; weitere zwölf Container treiben vor der niederländischen Insel Terschelling.
Zur Bergung der gefundenen Container hat die Verkehrszentrale eine Verfügung an die Reederei des Schiffes ausgesprochen. Das bedeutet, dass die Reederei zusammen mit dem Havariekommando einen Bergungsplan erarbeitet. Dafür sichert das Havariekommando das Gebiet ab.
Um 7:00 Uhr hat das Havariekommando die Einsatzleitung in der Lage MSC ZOE [L: 396m, B: 59m, Flagge: Panama] übernommen. Das Containerschiff verlor im gestrigen Sturm auf seinem Weg von Antwerpen nach Bremerhaven nach neuen Angaben der Reederei MSC bis zu 270 Container in der Nordsee. Eine hohe Anzahl über Bord gegangener Container konnte durch die Erkenntnisse aus dem Überflug der Do 228 bestätigt werden. Bisher ist bekannt, dass ein Container mit Gefahrgut über Bord ging.
Zur Unfallursache ermittelt die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven.

02.01.2018 | https://www.havariekommando.de

Um 7:00 Uhr hat das Havariekommando die Einsatzleitung in der Lage MSC ZOE [L: 396m, B: 59m, Flagge: Panama] übernommen. Das Containerschiff verlor im gestrigen Sturm auf seinem Weg von Antwerpen nach Bremerhaven 30 Container in der Nordsee.
Das Havariekommando sucht mit dem Ölüberwachungsflugzeug Do 228 nach den über Bord gegangenen Containern und bereitet Maßnahmen zur Bergung der Container vor.
Das Mehrzweckschiff NEUWERK ist in Zulauf zum Einsatzgebiet. Auf den niederländischen Inseln Terschelling und Vlieland sind acht der Container angelandet. Das Havariekommando arbeitet hier eng mit der niederländischen Küstenwache zusammen.

02.01.2018 | https://www.havariekommando.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*